Sie tun es bei jedem Einkauf: Ob größere Anschaffung oder kleiner Einkauf im Supermarkt. Sie vergleichen Preise, Kriterien und Leistungen. Doch die Wahl eines Autos oder eines kleinen Käselaibs ist eine leichte, wenn man sie vergleicht mit der Wahl der richtigen Krankenkasse. Viele fragen sich: Welche soll ich nun wählen?

Krankenkassenwahl und -qual

Sich für den richtigen Käse zu entscheiden, geht schneller, weil die Fallhöhe geringer ist: Ist Wahl eine schlechte, kann ohne weitere Probleme ein neuer gekauft werden. Anders verhält es sich mit der Wahl der Krankenkasse. Auch wenn ein Krankenkassenvergleich so leicht wie nie im Internet durchgeführt werden kann, nutzen noch immer recht weniger Schweizerinnen und Schweizer ihr Recht auf den Wechsel. Woran das liegt, wird derzeit statistisch untersucht. Doch für viele scheint es vor allem die Frage zu sein, welche sie wählen sollen.

Kriterien bei der Auswahl

Die Leistungen der Grundversicherungen sind gesetzlich geregelt und für alle Krankenkassen verpflichtend. Daher sind die Kriterien bei dieser Wahl eher finanzieller Natur: Es handelt sich bei den Preisen der Prämien um Schwanken von bis zu 4 % von Kanton zu Kanton, die sich noch dazu jedes Jahr unterscheiden. Um den Überblick nicht zu verlieren, sollten Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz jedes Jahr einen Krankenkassenvergleich bemühen. Dieser sollte bis zum letzten Arbeitstag im November getätigt werden, denn bis zu diesem Tag muss spätestens die Kündigung bei der alten Krankenkasse eingegangen sein.

Die neue Kasse muss Sie aufnehmen, denn sie ist gesetzlich dazu verpflichtet, da in der Schweiz eine Versicherungspflicht zur obligatorischen Grundversicherung besteht.

Zusatzversicherungen können Sie ablehnen

Bei der Zusatzversicherung gestaltet sich die Situation etwas anders: Diese haben keine Pflicht Sie als Versicherte oder Versicherten aufzunehmen. Vor der Aufnahme müssen Sie eine Gesundheitsprüfung absolvieren und erst nach Bestehen und Prüfung derselben wird der Dienstleister Sie aufnehmen. Dies gilt für alle Zusatzversicherungen bis auf die Pflegeversicherung, da ältere Menschen eine Gesundheitsprüfung nicht bestehen würden.

Die Kriterien, nach denen Sie Ihren Zusatzversicherer auswählen können unterschiedlicher Natur sein, doch die meisten Menschen wählen auch hier nach finanziellen Aspekten wie Höhe der Prämie und dem Franchisebetrag aus, aber auch nach den gebotenen Leistungen und Karenzzeit. Die Karenzzeit bezeichnet den Zeitraum, der nach Abschluss der Versicherung bis zur in Anspruchnahme der Leistungen verstreichen muss, damit Ihr Versicherungsschutz auch greift. Dieser ist beispielsweise bei der Pflegeversicherung zwei Jahre lang, was in den letzten Monaten vielmals in der Kritik stand.

Wollen Sie Ihre Zusatzversicherung wechseln, nachdem Sie durch einen Krankenkassenvergleich herausgefunden haben, dass Sie Geld sparen können, sollten Sie auf die längere Kündigungsfrist von drei Monaten achten, sodass Sie bis spätestens 30. September (nicht Poststempel, sondern tatsächlicher Eingang bei der Kasse!) gekündigt haben.

Fazit

Nach welchen Kriterien Sie Ihre Versicherung wählen, bleibt im Ende Ihre persönliche Wahl. Doch ein Krankenkassenvergleich ist Pflicht für Sie als Versicherungsnehmer*in, damit Sie nicht unnötig viel Geld für gleiche Leistungen zahlen. Womöglich haben Sie auch die Verantwortung für Ihre Kinder, für die Sie Versicherungen abschließen wollen und die frühzeitig vertraglich gesichert werden sollten. So ist ein Versicherungsschutz wie zum Beispiel die Zahnversicherung mit Zahnkorrekturen in jungen Jahren möglich.